Väterchen Timofejs Ost-West-Friedenskirche

Spiridon-Louis Ring 100, 80809 München

"Die Ost-West-Friedenskirche, auch bekannt als Kirche von Väterchen Timofej, ist eine Kapelle in München-Oberwiesenfeld. Sie wurde vom russischen Eremiten Timofei Wassiljewitsch Prochorow und dessen Frau Natascha ohne Baugenehmigung direkt neben ihrer ebenfalls selbst errichteten Wohnhütte erbaut.

Die Kapelle befindet sich auf dem Oberwiesenfeld, südlich vom Olympiasee am Spiridon-Louis-Ring 100. Das Olympiastadion liegt etwa einen Kilometer nördlich des Bauwerks und der Olympiaturm knapp über einen Kilometer nordwestlich.

Während des Zweiten Weltkriegs hatte Timofej nach eigenen Aussagen eine Marienvision, in der er den Auftrag erhielt, von Russland gen Westen zu ziehen, um dort eine Kirche zu errichten. Dafür verließ er seine Familie.  Auf seiner Reise lernte er 1944 seine spätere Frau Natascha in Wien kennen. 1952 zog er nach einer weiteren Vision nach München.  In einer dritten Vision erhielt Timofej den Auftrag, eine Kirche am Oberwiesenfeld zu errichten, und begann gemeinsam mit seiner Frau, die Kirche und die Wohnung aus Teilen des Trümmerschutts vom nahe gelegenen Schuttberg zu erbauen.

Nach der Fertigstellung bot Timofej sein Kirchengebäude sowohl der katholischen Kirche als auch der russisch-orthodoxen Kirche als Gotteshaus an. Die jeweils Verantwortlichen lehnten das Angebot jedoch ab, da die Katholiken zu viele Elemente der Orthodoxen im Bauwerk sahen und die Orthodoxen wiederum zu viele katholische Elemente. Daraufhin feierte Timofej selbst die Liturgie. Die Sakramente der Taufe und Ehe spendete er nicht, sondern verwies auf katholische oder orthodoxe Priester.

Als 1968 Pläne für die Olympischen Spiele 1972 gemacht wurden, war der Platz der Kirche als Teil des Olympiageländes vorgesehen. Die illegal errichtete Kirche und das Wohnhaus sollten dafür abgerissen werden und Timofej sollte mit seiner Frau in eine Stadtwohnung ziehen. Nach Protesten aus der Bevölkerung und zu Gunsten des vorolympiadischen Friedens wurde das Olympiagelände weiter nördlich geplant, so dass die Kirche erhalten blieb.

Das Gelände wurde später von Münchens Oberbürgermeister Christian Ude als „charmanteste[r] Schwarzbau Münchens“ bezeichnet. Nachdem Timofej am 14. Juli 2004 gestorben war, kümmerte sich ein Verein um die Kirche Timofeijs Wohnhaus wurde nach seinem Tod zum Museum umgebaut. Um das Gelände der Ost-West-Friedenskirche herum findet im Sommer das Tollwood-Festival statt."

Quelle:  Wikipedia

Zielgruppen

Erwachsene
Jugendliche
Schulkinder
Kleinkinder

Ausstattung und Angebote

Denkmal
Museum

Infos

  • ÖFFNUNGSZEITEN: Der Garten ist täglich geöffnet / Führungen durch Kirche und Museum nach telefonischer Vereinbarung / derzeit wegen der Corona-Pandemie finden aber keine Führungen statt.
  • TELEFON: 0177 - 8766701
  • TRÄGER: Stiftung Ost-West-Kirche e.V. (sorgt für Pflege und Erhalt von Kirche, Museum und Garten)
  • ÖFFENTLICHE VERKEHRSMITTEL: Buslinie 144 (Olympiaberg oder Spiridon-Louis-Ring)

Kontakt / Träger

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